Der Freie Verband verbindet

Anstellung. Eine Mitgliedschaft im Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) lohnt sich auch für angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen, weil der Freie Verband gegenüber der Politik unabhängig die Interessen der gesamten Zahnärzteschaft vertritt. Das Leistungsportfolio umfasst ein von Zahnärzten geprüftes und auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot.

Der FVDZ zielt mit seinem Leistungsportfolio darauf, Studierende der Zahnmedizin, angestellte und niedergelassene Zahnärzte sowie zahnmedizinische Assistenten zu unterstützen, die Grundlagen für die Berufsausübung abzusichern, um im Berufsalltag erfolgreich zu sein und unabhängig zu bleiben. Selbst wenn Mitglieder nur wenige Leistungen im Jahr in Anspruch nehmen, kann der Gegenwert deutlich über dem jährlichen Mitgliedsbeitrag liegen. Welche Leistungen hält der Freie Verband für angestellte Zahnärzte bereit?

 

Online-Persönlichkeitsanalyse „Erste Wahl“

Spätestens mit Abschluss des Zahnmedizinstudiums müssen Berufseinsteiger ernsthaft überlegen, wie sie in Zukunft arbeiten wollen. Auch angestellte Zahnärzte kommen in ihrer beruflichen Laufbahn oft an den Punkt, an dem sie sich die Frage stellen, ob nicht die Selbstständigkeit für sie besser geeignet wäre. Um bei der Berufsausübungsform Hilfestellung zu bieten, gibt es die Online-Persönlichkeitsanalyse „Erste Wahl“. Der Fragebogen klopft berufliche und persönliche Kriterien ab, zeigt Weichenstellungen und Wege auf und bietet Gründungsinteressierten zudem eine persönliche Beratung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Beleuchtet werden neben dem Aspekt der Selbstständigkeit auch Kriterien wie Work-Life-Balance, Verantwortungsbereitschaft, Personalführung, Entscheidungs- und Planungsstärke, Kritikfähigkeit, Risikobereitschaft, Extrovertiertheit – schließlich sollte die Berufsausübungsform zum eigenen Charakter und Lebensstil passen. Die Antworten zeichnen nach dem Ausschlussprinzip mögliche Wege auf – in die Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis, Praxisgemeinschaft, oder es bleibt bei der Anstellung. Neben betriebswirtschaftlichen, steuerlichen, juristischen und zukunftsorientierten Aspekten werden Vor- und Nachteile der jeweiligen Berufsausübungsform vergleichend aufgezeigt.

 

Existenzgründerprogramm

Das Existenzgründerprogramm (EGP) vermittelt alles Entscheidende zur Gründung und Führung einer Zahnarztpraxis und richtet sich an Angestellte und an kurz vor oder kurz nach der Selbstständigkeit stehende Praxisgründer sowie Studierende vom neunten Semester an. Das EGP besteht aus thematisch frei wählbaren Webinaren, die auch einzeln buchbar sind, da sie nicht zwingend aufeinander aufbauen. Pro Veranstaltung werden nach den Richtlinien der BZÄK/DGZMK vier Fortbildungspunkte vergeben. Die Referenten kommen aus der Praxis, sind Zahnärzte, Wissenschaftler, Unternehmensberater, Juristen, Steuerberater, Betriebswirte, Praxis- und Qualitätsmanager, Praxissachverständige. Sie vermitteln praxisnahes Wissen zu Grundlagen der Niederlassung, Betriebswirtschaft, Recht, Führung und Kommunikation. Zu den Themen gehören auch Qualitätsmanagement, IT-Sicherheit, Praxismarketing. Das EGP ist ein Angebot für FVDZ-Mitglieder, es werden keine Seminargebühren erhoben.

 

Beratung: Recht, Steuern, Versicherung

Angestellten und niedergelassenen Zahnärzten sowie Studierenden steht über die FVDZ-Mitgliedschaft für eine Erstberatung kostenlos ein Expertenpool aus Juristen, Steuerberatern, und Versicherungsfachleuten zur Verfügung, die spezialisiert auf Heilberufe individuell beraten und unterstützen. Die Rechtsberatung klärt Fragen zum Studium, zum Arbeitsverhältnis, zur Niederlassung und zum Praxisbetrieb. Die Steuerberatung klärt auf bei der steuerlichen Veranlagung und den daraus resultierten Einkünften, etwa zum Angestelltenvertrag und zur Umsatzsteuerpflicht bei Anstellung mit Umsatzbeteiligung. Die Versicherungsberatung bietet Unterstützung im Schadensfall, berät etwa zur Existenzgründung, zur Praxisnachfolge, zur betrieblicher Krankenversicherung oder zu Rahmenverträgen – etwa zu jenen, die der Finanz- und Versicherungsmakler auxmed gemeinsam mit dem Freien Verband exklusiv für Mitglieder bei Versicherern zu reduzierten Beiträgen abgeschlossen hat: Rechtsschutz mit erweitertem Leistungsumfang, Cyberschutz, Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachter Risikoprüfung, kostenlose Haftpflichtversicherung für Studierende.

 

Seminare und Kongresse

Die Seminare des FVDZ wenden sich an angestellte und niedergelassene Zahnärzte, Praxisteams, Praxismitarbeiter und Existenzgründer. Im Halbjahr stehen rund 50 Termine zur Auswahl. Es gibt (Online-)Seminare etwa zu digitalen Prozessen in der Praxisbuchhaltung, Finanzen, Recht, Steuer, Praxismanagement, zu Dienstleistungskultur und Patientenkommunikation, zu Betriebswirtschaft und Controlling, zur Parodontitis-Abrechnung über GKV und PKV, zu Betriebsprüfungen, aber auch zu Sonderthemen wie Nachhaltigkeit. Ergänzend veranstaltet der FVDZ für seine Mitglieder Fortbildungskongresse (mit Vorträgen, Seminaren, praxisorientierten Kursen und standespolitischen Podiumsdiskussionen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft), darunter der Zahnärzte Winterkongress, der Praxis-Ökonomie-Kongress, den Zahnärzte Sommerkongress. „Wir wollen mit unserem Angebot an Seminaren und Kongressen alle mitnehmen, allgemeinpraktizierende Zahnärzte genauso wie spezialisierte Fachzahnärzte“, sagt Prof. Dr. Thomas Wolf, Leiter der FVDZ akademie und erster stellvertretender Bundesvorsitzender im FVDZ. Der Fokus werde auf aktuelle, halbjährlich angepasste Themen gelegt.

 

young dentists (yd2)

„Seit einigen Jahren nehmen wir verstärkt die junge Generation in den Blick“, berichtet Prof. Dr. Thomas Wolf, Leiter der FVDZ akademie und erster stellvertretender Bundesvorsitzender im FVDZ. So gibt es die young dentists (yd2), eine Kooperation des FVDZ mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die dem Nachwuchs Orientierungshilfe in den ersten Jahren des Berufswegs bieten will. Dafür stellt die Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) der DGZMK ihr Fachwissen in der Fortbildung zur Verfügung mit dem Schwerpunkt auf Verbesserung der praktischen Fähigkeiten, da die Theorie noch frisch in den Köpfen ist. Und der Freie Verband bringt seine langjährigen betriebswirtschaftlichen Erfahrungen in der Fortbildung ein. Young Dentists genießen Preisvorteile bei APW-Kursen und koordinieren den Young Dentists Day, der sich als Plattform zur Vernetzung und Unterstützung gezielt an Studierende und Assistenten wendet und im Rahmen der DGZMK/APW-Jahrestagung stattfindet.

 

Green Dentistry

Klimaschutz ist die wohl größte Aufgabe, vor der die Menschheit steht; die EU will bis 2050 Klimaneutralität erreichen. Mit seiner Marke
Green Dentistry unter Federführung von Dr. Jeannine Bonaventura, 2. stellvertretende Bundesvorsitzende, macht sich der Freie Verband als größte Interessenvertretung der freien Zahnärzteschaft für Nachhaltigkeit in der Zahnarztpraxis stark – politisch und praktisch. Der FVDZ arbeitet daran, dass zahnärztliche Belange im politischen Brüssel und Berlin berücksichtigt werden. Gefordert wird weniger Bürokratie, um mehr Umwelt und Klimaschutz in den Praxen umsetzen zu können. Denn Hygiene und Nachhaltigkeit sind keine Widersprüche; vielmehr stärkt Nachhaltigkeit die freien Zahnarztpraxen – wenn sie sinnvoll umgesetzt wird.

Jedes Praxisteam kann für Umwelt- und Klimaschutz eine Menge tun, deshalb unterstützt der Freie Verband alle Zahnarztpraxen in ihrem persönlichen Engagement für Nachhaltigkeit – mit Fortbildungen, Informationen und praktischen Tipps aus Forschung und Praxis.

 

Wissenschaftlicher Info-Dienst

Der Wissenschaftliche Info-Dienst (WID) bringt alle zwei Monate Abstracts wissenschaftlicher Studien mit hohem Praxisbezug aus den Fachgebieten Parodontologie, Implantologie, Endodontie, Chirurgie, Prothetik, Zahnerhaltung. Autor ist Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Peter Koch. Das Abonnement hat eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und kann von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern bezogen werden. Pro Jahr erscheint der WID sechsmal im Umfang von acht Seiten im DIN-A4-Format.

 

Praxishandbuch

Der Klassiker unter den Serviceleistungen des Freien Verbandes ist das Praxishandbuch, das vor rund 30 Jahren aufgelegt längst zum „liebsten Nachschlagewerk“ geworden ist. Das Handbuch will Kollegen der Zahnheilkunde – angestellten und niedergelassenen Zahnärzten, aber auch Praxisgründern, Assistenten und Studierenden – bürokratische Tätigkeiten abnehmen, damit ihnen mehr Zeit für Patienten bleibt. Leidige Verwaltungsaufgaben der Themenbereiche Finanzen, Recht und Steuern sollen sicher beherrschbar und schneller erledigt werden können. Das Buch zielt auf einen hohen Nutzwert, weshalb Musterformulare wie Checklisten, Arbeitsverträge und Patientenvereinbarungen bereitgestellt sowie Themen zum vertiefenden Weiterlesen verlinkt werden.

Die Gliederung des Praxishandbuchs unterscheidet nach Praxisgründung/-abgabe (auch Buchhaltung und betriebswirtschaftliche Auswertung), Praxisform, Praxisführung (auch Patientenverfügung und Hinweise zu Zahnzusatzversicherungen), Praxisteam (auch Gehaltsstrukturen und Kündigungsschutz), Abrechnung, Steuern, Praxisfinanzen und Recht. Es wird laufend aktualisiert. Abonnenten können die Ausgabe sowohl gedruckt als auch online beziehen. Mitglieder haben zusätzlich den Zugriff auf den GOZ-Honorar-Navigator: Die App listet alle GOZ-Positionen und stellt sie vergleichend den BEMA-Positionen gegenüber. Redaktionsbeirats-Vorsitzender ist Dr. Christian Öttl, Zahnarzt und Bundesvorsitzender des FVDZ. „Nach der Einführung des Praxishandbuchs vor rund 30 Jahren wuchsen die Inhalte des Standardnachschlagewerks zur Praxisführung sukzessive auf ein ordentliches Ausmaß, sodass bei manchem Abonnenten ein Ordner nicht mehr ausreichte. Inzwischen gibt es auch ein ePaper (PDF), um nicht mehr umständlich mit einer CD hantieren zu müssen, sowie eine kürzer gefasste Onlineversion“, berichtet Öttl. Für ihn liegen die Vorteile des Werks klar auf der Hand: „Das Praxishandbuch bringt ständig aktualisierte Lösungen für aktuelle Probleme – aus der Praxis für die Praxis. Deshalb sind auch Anregungen und Vorschläge zur Optimierung des Handbuchs jederzeit willkommen.“

Neben Öttl gehören dem Redaktionsbeirat Praxishandbuch an: FVDZ-Justiziar RA Michael Lennartz, die FVDZ-Bundesvorstandsmitglieder Dr. Kai-Peter Zimmermann und drs. (NL) Hub. van Rijt, FVDZ-Steuerberaterin Gabriela Scholz und Dipl.-Kffr. Monika Brendel. Das gedruckte Praxishandbuch erscheint immer im Mai und November mit den jeweiligen Ergänzungslieferungen, einzelne thematische Schwerpunkte fokussierend.

 

Alle Infos zu den Leistungen finden Sie hier.

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